Feb 12

Käfer Kompressor

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Käfer Kompressor

Käfer Kompressor
Nach dem Vorbild des legendären Judson Kompressor

Einige Anmerkungen zum Käfer Kompressor

 

In unserer Gegend gibt es einige VW Käfer, die mit einem Käfer Kompressor bestückt sind. Hersteller war die Firma Judson aus den USA. Der Zustand dieser Lader ist wegen der hohen Laufleistung meist schlecht.

Das ist eigentlich nicht verwunderlich, da dieser  Käfer Kompressor ja auch schon längere Zeit seinen Dienst verrichtet hat. Vor einigen Jahren fing ich dann an, diese Teile zu reparieren. Das stellte sich aber bald als sehr mühsam heraus. Die Gewinde und Lager sind Zoll, die Gehäuse sind innen so verschlissen, das eine Reparatur kaum möglich war.

Neuteile gab es selbst in der USA nicht, die Firma Judson produzierte nicht mehr.                                                  Nach langen überlegen fasste ich den Entschluss, Gussmodelle zu bauen und so was Ähnliches wie den Judson herzustellen.

Dabei sollten modernere Materialkomponenten eine Rolle spielen. Daraus entstand dann ein Gehäuse aus einer Aluminiumlegierung mit einer Laufbuchse aus CrNi- Stahl. Der Hintergedanke war, dass man die ja auch mal wechseln kann, wenn mal was passiert. (bis jetzt ist noch nie was passiert). Der erste Motor war ein 1200er der mit diesen Käfer Kompressor bestückt wurde.

Die erste Fahrt war ernüchternd! Man merkte zwar am Klang, das da hinten noch irgend was mit lief, aber zusätzlichen Schub gab es nicht. Wir hatten dann verschiedene VW-Vergaser probiert und es zeigte sich, das nur ein Typ richtig gute Ergebnisse lieferte. Der 28 PICT2 Vergaser mit einer anderen Hauptdüse und Luftkorrekturdüse war der Beste.

Des weiteren darf der Motor nicht schon mal frisiert worden sein, das heißt, keine größeren Ventile, keine Sport- Nockenwellen. Der allgemeine Zustand des Motors muss gut sein, am besten neu überholt, der Ansaugstrang muss absolut dicht sein, sonst gibt es wenig Freude.

Die Zündung muss auf “spät” stehen, bei manchen Motoren sogar auf minus.

Ein heikles Relikt ist die Ölversorgung. Die hab ich auch selbst hergestellt.(viel Arbeit)                                             Die Einstellung ist nicht ganz einfach. Kompressor  und Ölversorgung sind über einen Schlauch mit einander verbunden. Durch Unterdruck am Vergaser, zieht es Öl aus der Glasflasche, das der Kompressor für die Schmierung benötigt. Im Schauglas der Ölversorgung kann man beobachten, wie viel Öl dort angesaugt wird. Es soll laut Hersteller 1 Tropfen pro 4 Sekunden sein.Das kann man ändern, indem man oben die Kappe abschraubt und die Düsennadel in der Höhe ändert. Wenn man das Alles genau beachtet, dann geht der VW- Kompressor richtig gut, wie damals der alte Judson Kompressor.

An Bergen die man ohne Lader früher im 2. Gang gefahren ist, schafft man dann locker einen Gang höher. Ich rede aus Erfahrung, ich wohne an einen steilen Berg. Früher wurde berichtet, dass so ein Käfer Kompressor oftmals überhitzte und beim wieder anlassen der Motor nicht startete.

Klar, es fehlt halt die Ladeluftkühlung, aber unser Lader besitzt gegenüber des originalen Judson ein Aluminiumgehäuse, dadurch ist die Wärmeabgabe wesentlich besser.

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